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14.12.2018 | Buchholz
Wirtschaftsbeziehungen mit den osteuropäischen Staaten
Das Osteuropa-Netzwerk der Konrad-Adenauer-Stiftung diskutiert mit Vertretern der Verbände und der Politik
v.l.n.r. Alexander Beribes, Denis Suarsana, Sebastian Fischer MdL, Adrian Stadnicki, Leo Mausbach
Berlin -

Am 01. Dezember 2018 traf sich das Osteuropa-Netzwerk der Konrad-Adenauer-Stiftung zu einer Podiumsdiskussion mit dem Thema „Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und dem östlichen Europa“ in der Akademie der Stiftung in Berlin. Unter der Moderation von Alexander Beribes, einem der Mitbegründer des Netzwerks, entwickelte sich eine gute Diskussion. Als Gäste waren geladen das Mitglied der sächsischen CDU-Fraktion Sebastian Fischer (MdL), der Regionaldirektor Mittelosteuropa des Osteuropavereins der Deutschen Wirtschaft e.V. Adrian Stadnicki sowie Denis Suarsana von der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde ging es in die Diskussion. Es ging um die Zukunft der Handelsbeziehungen zu den östlichen Nachbarn Deutschlands, die zusammen ein größeres Handelsbudget generieren als die Beziehungen zwischen Deutschland und den USA bzw. mit China. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass viele deutsche Unternehmen mit Unternehmen in diesen Ländern zusammen arbeiten. Polen, Tschechien, Slowenien und Ungarn werden noch weiter wachsen in den nächsten Jahren, so Adrian Stadnicki. Allein der Neubau von Fabriken mehrerer deutscher Automobilunternehmen wird einen Großteil ausmachen. Sorgen bereitet dabei allerdings der soziale Faktor sowie der Ausbau der digitalen Infrastruktur, der für die vielen privaten Unternehmen in diesen Ländern eine große Herausforderung ist. Auch die politische Lage spielt für die Unternehmen eine wichtige Rolle. Interessant ist dabei, so Stadnicki, dass die polnische und auch die ungarische Regierung gegenüber deutschen Unternehmen wesentlich freundlicher auftreten, als sie es gegenüber der deutschen Regierung täten. Die Aussicht auf Arbeitsplätze und Steuererträge würden die bellenden Hunde schon besänftigen.

Schwieriger stellt sich dabei die Lage in Bezug auf Russland dar. Gerade die kürzlich erfolgte Eskalation in der Straße von Kertsch sorge für Unruhe. Aber auch der weiter schwelende Konflikt zwischen der Ukraine und Russland beunruhigt die deutsche Wirtschaft. Die Sanktionen gegen Russland würden dabei ihre Wirkung zeigen und sollten im Falle einer weiteren Eskalation oder der fortdauernden Intensität des Konflikts ausgebaut werden.

Zum Abschluss kam die verkehrstechnische Infrastruktur zwischen den Ländern zur Sprache. Diese seien innerhalb der Länder sowie zu Deutschland gut ausgebaut. Jedoch untereinander gebe es noch erhebliche Mängel, so Sebastian Fischer MdL. Er brachte dabei auch den aktuellen Stand der Bauarbeiten an der Strecke Dresden-Prag zur Sprache, der aktuell keine größeren Probleme bereite.