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14.11.2018 | Buchholz
Besuch einer Gruppe von ERASMUS –Teilnehmern im Bundestag
Jugendliche aus Nordafrika und dem südlichen Europa zu Besuch beim Deutschen Bundestag

Am 2. November 2018 besuchte eine Gruppe von Teilnehmern am ERASMUS Programm auf meine Einladung den Bundestag. Die Gruppe setzte sich aus Jugendlichen aus Ägypten, Marokko, Tunesien, Jordanien, Deutschland, Spanien und Italien zusammen.

Die jungen Menschen engagieren sich im Bereich Peace-Building in ihren Heimatländern. Das ist in einigen der Länder nicht immer die leichteste Aufgabe.

Die Führung begann mit einem Besuch auf der Terrasse und der Kuppel. So konnten die Besucher noch einen herrlichen Sonnenuntergang über Berlin erleben. Die ersten Fragen wurden auch schnell gestellt. Sie drehten sich um die Funktion der Kuppel, die ja nicht nur ein herausragendes Beispiel moderner Architektur darstellt. Aber die eigentliche Funktion, den Parlamentariern auf die Finger zu schauen überraschte Sie.

Weiter ging es mit dem Gebäude und seiner Funktion. Besonders die Rolle des Gebäudes in den verschiedenen Stadien der Geschichte unseres Landes erweckte dabei großes Interesse. Vom Deutschen Kaiserreich über die Weimarer Republik bis zur Neuzeit bildet das Gebäude einen Anker in der deutschen Geschichte. Es stand auch im Fokus während der dunkelsten Zeit unseres Landes. Die Mahnung daran, was von diesem Gebäude aus ausging, wird immer wachgehalten werden. Besonders der Umgang mit diesem Part der Geschichte beeindruckte die Jugendlichen sehr. Denn zur Vergangenheit einer Gesellschaft gehören nicht nur die schönen Erinnerungen, sondern auch die Mahnung an die Schrecken und das Leid der Vergangenheit. Besonders in Zeiten, in denen sich einige berufen fühlen, diese Zeiten wieder aufleben zu lassen.

Neben der Geschichte spielten aber auch Fragen zur Arbeitsweise des Parlaments eine Rolle. Besonders der sog. „Hammelsprung“ stellte eine Herausforderung bei der Erklärung dar.

Den Abschluss bildete die Kunst im Gebäude. Der Fakt, dass der Bundestag selbst zum Kunstwerk wurde, durch die Verhüllung des Künstlerpaares Christo und Jeanne-Claude sorgte für fragende Blicke. Die Erklärung, dass der Bundestag ein lebendiges und von allen erlebbares Parlament sein soll, sorgte dann für Aufklärung.

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